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Fit und vital

Gesundheit. Glücklichsein. Wohlbefinden. Zufriedenheit. Fitness. Vitalität.

Was braucht es, um diese Zustände zu erreichen? Hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht? Wir, Mia Komarek und Dominique Greger, haben uns auf die Suche begeben und Antworten von Personengruppen unterschiedlichster Art gesammelt. Aber lies selbst.

Was bedeutet eigentlich Gesundheit?

Die Definition der World Health Organisation (WHO) für Gesundheit lautet:

„Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“

 

 

Körperliches-, geistiges-, soziales Wohlergehen – was beinhaltet das alles?

Thomas Kölbel, Baumeister aus Wien, wollte sich diese Frage beantworten und hat ein Vision Board erstellt.

Na, das klingt doch schon ganz plausibel oder? Gesundheit beinhaltet somit Liebe. Liebe die man für Andere empfindet und die Liebe für sich selbst, somit die Selbstliebe. D.h. für die Gesundheit ist es wichtig, geliebt zu werden, andere zu lieben und ganz wichtig, auch sich selbst lieben zu können.

Gesundheit erreicht man durch Prävention, also durch Vorsorge, um Krankheit, Schmerz und Leid zu verhindern. Wie funktioniert Prävention? Indem Körper, Geist und Seele entsprechend beachtet und angeleitet werden, man sich gesund und ausgewogen ernährt, seinen Körper trainiert und ausreichend viel Entspannungszeit wie Regeneration einplant. Punkte, die laut Thomas zu einem gesunden Lebensstil gehören.

Sich selbst Fehler einzugestehen und zu erkennen, falls neue Wege gegangen werden müssen, sind ebenfalls Punkte, die für einen wünschenswerten, gesunden Lebensstil ausschlaggebend sind. Denn Verhaltensmuster können krankmachen, sofern sie einem nicht den herbeigesehnten Zustand erbringen. Ein Großteil der Menschen ist in ihren Berufen unzufrieden. Durchschnittlich 34 Stunden pro Woche arbeiten wir. Genauer gesagt bedeutet dies, dass wir einen Großteil unseres Lebens mit beruflichen Tätigkeiten verbringen. Wie zehrend wäre es, einen Beruf auszuführen, der keine Freude bereitet?

 

Marlis Hochwarter, Crossbox-Besitzerin und Mutter hat sich aus den obig genannten Bereichen ebenfalls auf das Thema Gesundheit fokussiert. „Um Gesundheit zu erreichen oder zu erhalten, muss ich frei sein. Frei in meinen Entscheidungen, frei in meiner Bewegung, frei in meinem Wissen und meinen Handlungen.“

 

 

Bist du frei in deinen Entscheidungen? Nimmst du dir deine Freiheiten, um zu entscheiden. Wie oft werden Dinge besiegelt, ohne darauf zu hören, was man selbst möchte? Habe ich nicht jederzeit die Möglichkeit, für mich zu entscheiden und dadurch für mein Leben die Verantwortung zu übernehmen?

 

Christian Stern, Schlagersänger

„Um diesen Zustand zu erreichen, ist es mir persönlich wichtig, mehr ruhige Freizeitaktivitäten einzuplanen, um Energie zu sammeln. Meine Ernährung sollte sich verbessern, denn gesunde Ernährung gibt mir Kraft und Energie. Und um nicht ins Burnout zu fallen, ist es von großer Bedeutung, Grenzen zu setzen, also nein sagen zu können.“

 

Nehmen sich die Menschen genügend Zeit um im hektischen Alltag einmal inne zu halten oder hetzt man nur von einem Ort zum anderen? Freizeitstress ist durchaus ein präsentes Thema. Genauso wie nicht „Nein“ sagen zu können. Überfordert man sich nicht manchmal selbst und schraubt die eigenen Erwartungshaltungen zu hoch, um anderen Menschen gerecht zu werden? Sammeln wir genügend Energie oder lassen wir uns diese rauben?

Gleichen wir unsere Ernährung an die Ansprüche des Alltags an? Nehmen wir uns Zeit bewusst zu essen? Hören wir darauf was unser Körper braucht? Nicht nur in Punkto Ernährung, auch wenn es um Bewegung und Ruhe geht?!

 

Nicole Lechner, Radiologietechnologin, Mutter von zwei Kindern

„Zu einem großen Teil bin ich alleine verantwortlich, d.h. ich achte auf meine Ernährung, bewege mich viel und höre auf meinen Körper, was ihm guttut bzw. was nicht! Aber auch meine 2 Kids, die Familie und meine Freunde tragen viel dazu bei! Ich bin viel unter Menschen und stehe auch gern mal im Mittelpunkt und zeige, was ich kann. Ich liebe jeden meiner beiden Jobs, die es mir auch ermöglichen mir einiges leisten zu können und oft unterwegs zu sein! Harmonie ist extrem wichtig für mich und deshalb macht es mich auch glücklich, dass ich mich mit meinem Exmann wieder so gut verstehe! Körperliche Nähe (egal ob in Form einer Umarmung oder Sex) ist in regelmäßigen (kurzen) Abständen absolut notwendig. Immer wieder neue Herausforderungen, über meine Grenzen gehen und große sportliche Leistungen zu erbringen, geben mir das Gefühl, dass ich Spuren hinterlasse! All das wünsche ich mir auch für meine Kinder… Mit sich selbst absolut im Reinen zu sein und zu wissen, dass alles machbar ist.“

Sehen wir die Eigenverantwortung die wir für unsere körperliche wie auch geistige Fitness haben? Suchen wir uns Menschen, die uns in unseren Vorhaben unterstützen? Haben wir Mitmenschen oder Freunde die uns motivieren? Geben wir dies ausreichend an unsere Kinder wieder? Stellen wir ein gutes Vorbild für unsere Kinder dar? Binden wir ein harmonisches Miteinander ausreichend in unser Leben mit ein?  Leben wir mit uns selbst in Einklang? Erinnern wir uns wie wichtig soziale Kontakte und Gleichgesinnte sind?

 

Christiane Stepanek, Ernährungsberaterin und Yogalehrerin

„Um gesund und glücklich zu sein, braucht es für mich tägliche Motivation und ein Gefühl des Aufgehobenseins. Für mein Wohlbefinden ist es für mich von Bedeutung, strukturiert zu sein. Manchmal ist ein nötiger Schubser von Außen notwendig, um auch an meinen Zielen dran zu bleiben. Genügend Freiraum und das Wissen, dass ich selbst an meiner Zufriedenheit beitragen kann hilft mir, mein Leben gut und zufrieden zu führen.“

Motivieren uns die Menschen die uns am nächsten sind ausreichend? Es ist nicht aussreichend, sich nur geborgen zu fühlen. Manchmal braucht es ehrliches Feedback von außen, um eigene Fehler erkennen zu können. Wir wachsen an den Aufgaben die wir uns einerseit selbst stellen, gleicher Maßen wie an den Anforderungen die Andere an uns haben. Es ist eine Kombination aus Motivation, Geborgenheit, Freiraum und Selbstreflexion, die es uns ermöglicht, Ziele selbstsicher und glücklich zu erreichen. Jeder für sich muss die notwendige positive Einstellung mitbringen. Nichts desto trotz werden wir durch unsere Umwelt geprägt. Unser Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis ist jedoch mitverantwortlich für unsere seelische Gesundheit, sowie unser Wohlbefinden. Denn wo wären wir am Ende des Tages ohne die Unterstützung unserer Liebsten?

 

 

Magdalena Hartl, Sängerin/Schauspielerin/Gastrosophin

Magda hat sich zum Thema viele Gedanken gemacht und für uns zusammengefasst. Sie ist der Ansicht, dass der Körper trotz oder gerade aufgrund seiner erstaunlichen Leistungen, pflege genötigt. Gesundheit hat für sie  als Schauspielerin einen hohen Stellenwert.

 

Gesundheit

„Gesundheit ist das allerwichtigste und deshalb auf Platz 1 meiner Prioritätenliste. Als junger Mensch fühlt man sich unverwundbar und macht sich darüber oft keine Gedanken, welch Wunder es ist, dass einfach alles in unserem Körper einfach mal so funktioniert! Erst wenn etwas nicht mehr passt, z.B. eine schlimme Krankheit kommt, man einen Unfall hat, sich in den Finger schneidet usw., oder man bei einem Mitmenschen sieht, was passiert, wenn auf einmal die Lunge nicht mehr richtig arbeitet, merkt man, wie stark und fragil zugleich unser System eigentlich ist! Sobald etwas ins Ungleichgewicht kommt, hat das Konsequenzen auf den ganzen Körper (obwohl er ein wahres Genie ist, was die körpereigene Immunabwehr etc. betrifft!) Für mich beinhaltet Gesundheit, die physische, psychische und emotionale Gesundheit! Sprich, ein gesunder Körper, ein gesunder, wacher, entspannter Geist und ein liebevolles Umfeld – Menschen, die einen lieben und einem guttun, und die man umgekehrt auch selber liebt. Unter emotionaler Gesundheit verstehe ich auch, dass ich mir selbst einen Wert gebe und für mich Raum einnehme in der Welt, und somit meine Bedürfnisse kommunizieren und einfordern, und auch meine Emotionen zeigen kann. Übrigens, es gibt keine schlechten Emotionen! Freude, Trauer, Angst, Glückseligkeit, Lust, Wut, Mut, Eifersucht, Liebe, Demut, Hass… wir haben sie alle in uns, und sie wollen beachtet werden! Das Leben definiert sich durch Polarität. Und, jeder Mensch braucht Liebe, Körperkontakt, Berührung, Umarmungen… für seine physische, geistige und emotionale Gesundheit. Richtig ist auch zu sagen, dass alle folgenden Punkte gleichermaßen Voraussetzung als auch Ergebnis für bzw. von Gesundheit sind.“

Fitness & Vitalität & Wohlbefinden

„Fitness, Vitalität und Wohlbefinden erreiche ich durch die Bewegung, Laufen, Sport und Spazieren an der frischen Luft. Am besten im Wald. Dort nimmt man durch die Luft die Terpene der Pflanzen und Bäume auf und aktiviert seine Selbstheilungs- und Regenerationsprozesse automatisch. Nette Gesellschaft ist natürlich auch immer von Vorteil. Auch hat sich für mich Wärme als absoluter Wohlfühl-Garant bewährt – ich liebe es ins Hot Yoga oder auch einfach mal so in die Sauna zu gehen, richtig zu schwitzen, gut zu dehnen und durch herrliche Aromen Freude und Entspannung zu finden. Generell ist zu sagen, je mehr Naturkontakt umso besser – auch was meine Ernährung betrifft. Essen ist mehr als Nahrungszufuhr! Ich sehe mich auch nicht als Motor der Kalorien verbrennt wie ein Auto das Benzin. Ich achte verstärkt darauf, so viele Lebensmittel wie möglich selbst anzubauen oder von Bio- Bauern/-Anbietern zu kaufen. Außerdem ist Essen für mich etwas Genussvolles, dass einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat! – denn, wenn wir nicht essen, funktioniert auch sonst nichts in unserem Körper. Ludwig Feuerbach sagte: Der Mensch ist, was er isst. Ich ergänze das und sage: Der Mensch ist, WIE er isst! Gesund, ethisch und nachhaltig produziert, von höchster Qualität, mit Liebe gekocht sowie zu guter Letzt bewusst und mit Genuss gegessen – das ist gutes Essen. Es ist auch unglaublich erfüllend, mit deinen eigenen Händen etwas zu schaffen, z.B. Brot zu backen – das liebe ich! Ich esse fast nur noch mein Brot mit Natursauerteig. Weiters ist es sehr wichtig, genug für mich, ausreichend zu schlafen, viel zu trinken und auch „faule“ Tage zu haben, wo genau gar nichts passiert. Ruhe. Wohlbefinden bedeutet für mich auch soziale, politische und finanzielle Sicherheit, aber das würde, vor allem jetzt, wohl zu ausführlich werden.“

Zufriedenheit

„Zufriedenheit ist in unserer Leistungs- und Ehrgeizgesellschaft oft verschrien. Man darf ja nie zufrieden sein, weil das ja dann Stillstand bedeutet und ein Vorwärtsdrängen etc. bla bla verhindert. – das ist wirklich nur fallweise wahr. Wenn ich es schaffe, mit mir, meinem Job, meinem Leben, meiner Beziehung… im Reinen zu sein, unabhängig von den äußeren/ersichtlichen Umständen, dann ist das das größte Geschenk, dass man sich selbst machen kann! Das musste ich auch erst lernen: Zufriedenheit kommt von innen, nicht von außen! Manchmal gelingt es mir. Und manchmal bin ich erst zufrieden, wenn ich ehrgeizig meinen Tagesplan abgearbeitet habe… alles hat seine Berechtigung.“

 

Glücklichsein

„Glücklichsein – das ist kein Dauerzustand! Es sind Momente! Sie kommen oft ganz unverhofft, und man spürt auf einmal tief drinnen, dass alles Gut ist und wie gesegnet und reich beschenkt man ist, mit dem Leben, das man in sich hat. Wie man das erreicht? Ich glaube es gibt kein Rezept. Man könnte jetzt wiedersagen, dass alles bereits genannte die Voraussetzung für das Glücklichsein ist, aber auch hier verhält es sich wie mit der Gesundheit. Das Glücklichsein ist Voraussetzung für Gesundheit, Zufriedenheit, Wohlbefinden… und das Ergebnis. Am ehesten würde ich sagen, dass ich öfter Glück fühle, seitdem ich wieder mehr Dankbarkeit und Demut für alles Gute in meinem Leben empfinde, sei es noch so (scheinbar) klein!“

 

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Beantworten dieser Fragen. Bedenke, du hast nur dieses eine Leben, darum versuche, das Beste daraus zu machen. Denn wie der Dalai Lama schon gesagt hat:

Unsere wahre Aufgabe ist es, glücklich zu sein.“

 

Mit glücklichen Grüßen

Dominique Greger, BSc. und Mia Komarek

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