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Stop attempting, make it count – Kathi´s Movnat Level 3 Rückblick

Erfahrungsbericht über Movnat Level III Europa
Frei übersetzt aus dem Englischen von der Autorin Kathi – Katharina Havlicek

Sobald ich erfahren habe, dass die Sporthalle Wien – die derzeit einzige Movnat lizenzierte Sportstätte in Österreich und sehr zu meiner Freude zufällig auch mein Arbeitsplatz – die erste Movnat Level 3 Zertifizierung Europas organisieren würde, gab es kein Halten mehr - ich wusste, dass ich daran teilnehmen wollte. Zu diesem Zeitpunkt war mir nicht bewusst, dass ich die einzige teilnehmende Frau sein würde, aber auch das hätte meine Vorfreude nicht gedämpft Teil dieses einmaligen Events zu sein.
Gleich von Beginn an war es offensichtlich, dass sich auf der Hohen Wand in Niederösterreich eine beeindruckende Gruppe an gleichgesinnten Menschen zusammengefunden hat. Es waren unterschiedliche Berufsgruppen vertreten, Teilnehmer diverser Länder und sogar Kontinente – Europa, Australien und USA - alle mit verschiedenen Geschichten über ihre Bewegungsentwicklung. Aber trotz dieser Unterschiede hatten wir alle etwas gemeinsam: die Vorfreude auf die kommenden vier Tage, die Begeisterung unsere natürlichen Bewegungsfähigkeiten weiter auszubauen und als Menschen zu wachsen.
Im Verlauf der Zertifizierung hatte ich die Freude und Ehre unsere Trainer und meine Kollegen (besser) kennen zu lernen – es verbindet ungemein sich gemeinsam Herausforderungen zu stellen und mitzubekommen wie sowohl die im selben Boot, als auch die Trainer auf Situationen reagieren und sich entwickeln.

Bernd Reicheneder war mein erster Trainer in Movnat, er hat bei der Aufnahme des Movnat Konzepts in die Sporthalle Wien einen wesentlichen Beitrag geleistet und uns TrainerInnen 2016 in Movnat Level 1 und 2 eingeführt. Es hat mich sehr berührt während der Fortbildung seine Unterstützung und seinen Glauben in meine Fähigkeiten so offen mitzubekommen. – Danke Bernd!

Erwan LeCorre, den Gründer von Movnat, habe ich erst einmal bei einem kurzen und geschäftigen Besuch während der Sporthalle Wien Eröffnung getroffen. Bei Level 3 hat er mich durch seine Fähigkeit beeindruckt die gesamte Gruppe von 20 Personen von einem Moment auf den anderen in das Mindset zu bekommen „Hört auf es zu versuchen. Legt eure ganze Kompetenz hinein, auf dass es zählt“. Natürlich ist nicht alles machbar / in dem Moment schaffbar, aber bei den folgenden Übungen hat sich jede/r von uns gegenüber vor der Ansprache um etliches gesteigert und man hat allen angesehen, das war tatsächlich das was wir in dieser Situation maximal abrufen konnten. Des Weiteren hat er im Laufe eines Abendgesprächs eine, für mich sehr ansprechende, Metapher verwendet: Vor dir steht eine durchsichtige Vase. In dieser befindet sich Schlamm – Verkümmerte Bewegungsfähigkeiten, unfokussierter Geist, negative Gedanken (ich kann das nicht / bin nicht gut genug/…). Wenn man stetig Tropfen klaren Wassers – Funktionelle Bewegungen, Fokus, positive Gedanken – zufügt wird der Vaseninhalt irgendwann wieder klar. Dieses Bild beschreibt sehr schön, was ich auch mit meinem Coaching und meinem eigenen Training erreichen will.

Während des gesamten Events wurden wir permanent neuen Herausforderungen gegenübergestellt. Sein es neue Bewegungsmuster oder das Abrufen bekannter Bewegungsmuster in völlig unbekannten Situationen / Umgebungen. Wir sind in der Wiese wie auf Kiesboden gekrabbelt, haben Unterarm große Steine geworfen und gefangen, Baumstämme gehoben und getragen, sind steile Erdhügel hinauf und hinunter geklettert und vieles mehr. Diese unbekannte Vielfalt findet man einfach nur in der Natur. Dafür hatte es gravierende Vorteile diese erstmal in einer gut ausgestatteten Halle wie der Sporthalle, in sicherer Umgebung üben zu können um die Anwendung der erworbenen Fähigkeiten dann draußen auf die Probe zu stellen.
Während dieser Herausforderungen geschah es regelmäßig, dass man an die Grenzen und darüber hinaus der eigenen Komfortzone gestoßen ist. In diesen heiklen Momenten hat mich Danny Clark, Performance Direktor von Movnat, immer wieder aufs Neue beeindruckt. Er hat ein unglaubliches Gespür an den Tag gelegt in stressigen Situationen trotzdem jedes Mal zu erkennen wann eine Übung angepasst werden musste und wie sehr, damit ich sie als einzige weibliche und generell kleinste/r und leichteste/r KandidatIn mit dem richtigen Fokus bewältigen konnte. Leicht war es nie, aber schaffbar.

Jerome Rattoni, der vierte Trainer und während der Ausbildung neu ernannter Movnat Master Instruktor, kannte ich vor Level 3 noch nicht und das obwohl er nur 3 Stunden von Wien entfernt in Budapest lebt. Dennoch haben wir bereits am ersten Tag eine Verbindung geknüpft, da er ähnlich zu mir auch spielerische Elemente als Auflockerung einbaut. Abgesehen davon hat er Trainertechnisch bei mir den Nagel auf den Kopf getroffen, als er mir in einer stressigen Situation mit einem Satz einen, direkt vor der Prüfung umsetzbaren, Tipp für meinen Power-Up (Muscle Up an der Stange) gegeben hat.

Folgenden Personen möchte ich von Herzen danken:
Meinen Kollegen, die ich jetzt nicht einzeln vorstellen kann um nicht den Rahmen hier zu sprengen, allen Trainern für die Freude, die es war vier Tage in der Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu verbringen, für unser Zusammenwachsen und für das Vertrauen jedes Einzelnen vor den Augen aller individuell (über sich hinaus) zu wachsen.

 

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