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Fit im Homeoffice

Gesund und Fit bleiben trotz Homeoffice, Corona und Lockdown Beschränkungen. Ungewohnt, aber geht!

Leichter machen es uns die Einschränkungen nicht. Jetzt sind es noch kürzere Distanzen zwischen Freizeit und Arbeitsplatz - aus dem Bett direkt zum Schreibtisch. Wenn du Glück hast ein Zimmer weiter, 10 Schritte mehr…

Doppelt schwierig: weniger Bewegung im Alltag und Trainingsstätten müssen auch immer wieder schließen. Du fragst dich: wie soll ich da fit bleiben?

Bewegung aktiv in den Homeoffice Alltag integrieren

Trainingseinheiten zu Hause oder im Freien

Evolutionär bedingt sind unsere Körper Energiesparer. Nahrung zu beschaffen war und ist teilweise noch direkt mit schwerer körperlicher Arbeit verknüpft. Im Homeoffice nicht ganz so.. Lieferdienste, und nur ein paar Meter bis zum Kühlschrank, das entspricht ganz unserem Bedürfnis möglichst wenig Energie zu verbrauchen, sofern es nicht unbedingt nötig ist.

Intensive Bewegung wird daher nicht mehr gebraucht um an Essen zu kommen, aber unsere Physiologie ist darauf ausgerichtet diese regelmäßig durchzuführen. Viele wichtige Prozesse in unserem Körper können nur funktionieren, wenn wir diese häufige Challenge von Bewegung haben.

Kennst du diese innere Stimme: “Ich kann mich nicht motivieren zu trainineren”?

Vielleicht kommt dir diese aber auch schon bekannt vor: “Nach dem Training fühle ich mich besser!”

Da sprechen unser “Energiesparmodus”, der in der Komfortzone bleiben möchte und “unsere Physiologischen Prozesse" die uns belohnen, dass wir sie in ihrer Tätigkeit unterstützt haben. Beides sind essentielle Funktionen, wir müssen aber darauf achten, dass die Bewegungskomponente nicht vom Komfort eliminiert wird. Darum: Wie kannst du im und trotz Homeoffice und eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten fit bleiben:

Bewegung aktiv in den Homeoffice Alltag integrieren

1.Stelle dir deinen Arbeitsplatz zu Hause bewusst so zusammen, dass du mehrmals täglich aufstehen bzw. dich strecken musst um zu einem benötigten Gegenstand zu kommen.

Ja, es ist bequemer alles in Reichweite zu haben, aber genau darum gehts:

  • deinen Lieblingsstift jedesmal so weit weglegen, dass du dich strecken musst. Mit dem Sessel hinrollen zählt nicht 😉
  • Einen Ordner, den du Zwischendurch mal brauchst auf den Boden 2 Meter weg von deinem Arbeitsplatz legen und du hast gleich aufstehen, beugen und heben - 3 Bewegungsmuster statt nur einer Position - Sitzen. Gut gemacht!

2. Baue Bewegungssnacks in deinen Alltag ein:

Suche dir bestimmte Plätze in deinem Homeoffice z.B.: auf dem Weg zurück von der Toilette.

Immer wenn du dort vorbeigehst absolviere 3x Kniebeugen/Ausfallschritte, oder setze dich auf den Boden und steh wieder auf,...

Zeitlich ist das ein Aufwand von nicht mal einer Minute, die kann dir niemand übel nehmen. Und auf deinem täglichen Bewegungs- und Energieverbrauchskonto kannst du 10+ Kniebeugen mehr verbuchen, als du sonst gemacht hättest.

Trainingseinheiten zu Hause oder im Freien

Bewegung im Alltag unterstützt deine Gesundheit. Dein Körper braucht zusätzlich aber Workouts mit unterschiedlichen Intensitäten und bestimmten Reizen um fit zu bleiben. Warum das so ist kannst du auch in unserem Beitrag Sitzt du noch oder hockst du schon? nachlesen. Wenn du gerade nicht auf qualifizierte Trainer*Innen, deren betreute Stunden und Motivationsunterstützung zurückgreifen kannst, gibt es dennoch Möglichkeiten in den Lockdown Phasen Trainings selbstständig umzusetzen:

  • Auf unserem YouTube Kanal findest du etliche angeleitete Trainingseinheiten für zu Hause. Intensive Conditioning und Movnat Trainings oder etwas ruhigere Mobility und Yoga Einheiten. Such dir doch gleich eine aus und mach mit!
  • Baue immer wieder Trainingseinheiten in deinen Alltag ein. Beobachte was für dich funktioniert um aus deiner Komfortzone - man nennt sie auch den inneren Schweinehund, in die bewusste Selbstbestimmung zu kommen. Dein Körper wird es dir danken.
    • Trage dir fixe Trainingszeiten in deinen Kalender als Termin ein. Selbst wenn du sie alleine und zu Hause machst - eigentlich jederzeit machen könntest. Sobald du den Termin einträgst, setzt du eine bewusste Aktion Richtung Bewegung damit fällt es oft leichter das Vorhaben auch tatsächlich umzusetzen.
    • Verabrede dich mit jemandem und trainiere gemeinsam. Je nach Möglichkeit und Gegebenheiten Online, draussen oder in deiner Lieblingstrainingsstätte.

Starte am Besten gleich: Stifte weiter weg legen und Trainingstermine eintragen. Immer wieder in Bewegung kommen und auch dem Inneren Schweinehund mal eine Auszeit geben.

mit sportlichen Grüßen aus dem Homeoffice:

DI (FH) Katharina Havlicek